{"id":39357,"date":"2025-12-02T16:57:08","date_gmt":"2025-12-02T15:57:08","guid":{"rendered":"https:\/\/srfb.be\/?page_id=39357"},"modified":"2026-01-28T15:38:15","modified_gmt":"2026-01-28T14:38:15","slug":"nouvelles-essences-et-provenances-en-reponse-aux-changements-climatiques","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/staging.srfb.be\/de\/informations-sur-les-forets\/la-sante-des-forets\/nouvelles-essences-et-provenances-en-reponse-aux-changements-climatiques\/","title":{"rendered":"Neue Essenzen und Provenienzen"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Einf\u00fchrung neuer Baumarten und Provenienzen als Reaktion auf den Klimawandel: K\u00fchnheit oder Unbedachtheit?<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\" style=\"font-style:normal;font-weight:400\">Position der K\u00f6niglich Belgischen Forstgesellschaft f\u00fcr den zuk\u00fcnftigen Wald<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-border-color has-vert-claire-color-border-color is-layout-constrained wp-container-core-group-is-layout-db32e940 wp-block-group-is-layout-constrained\" style=\"border-width:3px;padding-top:var(--wp--preset--spacing--60);padding-right:var(--wp--preset--spacing--60);padding-bottom:var(--wp--preset--spacing--60);padding-left:var(--wp--preset--spacing--60)\">\n<p>Nein, die Forstwirtschaft will unsere W\u00e4lder nicht in eine fl\u00e4chendeckende Eukalyptusplantage verwandeln, deren einzige Vision die Holzproduktion ist! Was wir wollen, ist, die Struktur und die vielf\u00e4ltigen Funktionen unserer W\u00e4lder weitestgehend zu erhalten und die damit verbundene Biodiversit\u00e4t so weit wie m\u00f6glich zu f\u00f6rdern. Laut der Soci\u00e9t\u00e9 Royale Foresti\u00e8re de Belgique (SRFB) sind Einf\u00fchrungen neuer Herk\u00fcnfte\/Essenzen nur eine der L\u00f6sungen in diesem Sinne, die mit ALLEN anderen zu kombinieren sind; sowohl r\u00e4umlich als auch zeitlich. Solche Einf\u00fchrungen m\u00fcssen punktuell und gezielt unter Ber\u00fccksichtigung der damit verbundenen Risiken erfolgen und streng \u00fcberwacht werden.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einf\u00fchrung<\/h2>\n\n\n\n<p>Es gibt nur wenige Waldgebiete, die heute nicht vom Klimawandel betroffen sind. Eine gro\u00dfe Mehrheit der Forstwirte ist sich einig, dass wir unsere Praktiken \u00e4ndern m\u00fcssen. Die Einf\u00fchrung neuer Baumarten\/Herk\u00fcnfte, die an ein w\u00e4rmeres und trockeneres Klima angepasst sind, wird erprobt im Rahmen von <em><a href=\"https:\/\/treesforfuture.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Trees for Future<\/a><\/em> oder \u00e4hnliche Projekte in den Nachbarl\u00e4ndern. Es handelt sich hierbei um EINE von mehreren vorgeschlagenen Strategien zur Anpassung der W\u00e4lder an den Klimawandel, wie z.B. die verst\u00e4rkte Nutzung von Naturverj\u00fcngung, Bodenschutz, dynamischere Forstwirtschaft, gemischte Forstwirtschaft mit durchgehendem Kronendach, Erh\u00f6hung der Biodiversit\u00e4t usw. Alle diese Methoden haben ihre Vorteile und die SRFB pl\u00e4diert daf\u00fcr, sie zu kombinieren, anstatt sie gegeneinander auszuspielen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Einf\u00fchrung neuer Baumarten\/Herkunftsarten in den Wald gibt jedoch Anlass zu zahlreichen Diskussionen. Diese betreffen vor allem zwei Aspekte:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>die potenziellen Auswirkungen, die diese neuen Baumarten\/Provenienzen auf die biologische Vielfalt und die Funktionsweise des \u00d6kosystems haben\/haben werden.<\/li>\n\n\n\n<li>ihren Platz bei der Anpassung der W\u00e4lder an den Klimawandel und an Gesundheitskrisen. Einige bef\u00fcrworten ihre Einf\u00fchrung, da sie besser an die aktuellen und zuk\u00fcnftigen Bedingungen angepasst sind, andere behaupten, dass die Anpassung unserer einheimischen Baumarten auf nat\u00fcrliche Weise erfolgen wird.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Sowohl beim ersten als auch beim zweiten Aspekt differenziert die SRFB, da kein Anpassungsweg ausgeschlossen und keiner als alleinige L\u00f6sung propagiert werden sollte.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-grey-color-background-color has-background is-layout-constrained wp-container-core-group-is-layout-db32e940 wp-block-group-is-layout-constrained\" style=\"padding-top:var(--wp--preset--spacing--60);padding-right:var(--wp--preset--spacing--60);padding-bottom:var(--wp--preset--spacing--60);padding-left:var(--wp--preset--spacing--60)\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Einf\u00fchrung von Baumarten und produktivistische Monokulturen werden oft f\u00e4lschlicherweise miteinander in Verbindung gebracht, da die waldbaulichen Modelle nicht nur mit den Baumarten, sondern auch - oder sogar vor allem - mit den verfolgten Zielen und der betrachteten Fl\u00e4che zusammenh\u00e4ngen. Bei dieser Frage, wie auch bei jeder anderen, ist es notwendig, aus der Falle des Einheitsdenkens herauszukommen. So muss der Begriff \"exotisch\" nicht in Bezug auf die Zeitdauer beurteilt werden? Sollte der Begriff \"indigen\" nicht zu einer kontinentalen Definition tendieren?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Einf\u00fchrung neuer Baumarten und Herk\u00fcnfte wird vielfach diskutiert, insbesondere im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Umwelt und die biologische Vielfalt. Auch wenn Vorsicht geboten ist, haben sie nicht ihren Platz bei der Anpassung der W\u00e4lder an den Klimawandel und an Gesundheitskrisen? Aber welche Strategien sollten bei der Einf\u00fchrung neuer Baumarten\/Vorkommen angewendet werden, um die Risiken zu minimieren? M\u00fcssen die Risiken nicht anhand der Art der eingef\u00fchrten Baumart, der gew\u00e4hlten Forstwirtschaftsmethode und des \u00d6kosystems, in dem der Wald steht, gemessen werden?<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Artikel befasst sich mit diesen zahlreichen Fragen.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Essenzen von hier und anderswo: eine lange Geschichte<\/h2>\n\n\n\n<p>Im kollektiven Unterbewusstsein inspiriert der Wald oft eine Vorstellung von Ewigkeit und Unver\u00e4nderlichkeit. Doch dem ist nicht so: Der Wald hat sich schon immer ver\u00e4ndert, es ist nur eine Frage der Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf einer breiten Zeitskala sind diese Entwicklungen mit nat\u00fcrlichen Ph\u00e4nomenen wie der Kontinentaldrift oder den Eiszeiten verkn\u00fcpft, die die W\u00e4lder in geologischen Zeitr\u00e4umen geformt haben. So ist die Dominanz der Buche in unseren Regionen erst 3000 bis 4000 Jahre alt, sehr wenig im Vergleich zu den 400 Millionen Jahren, die uns von der Entstehung der ersten B\u00e4ume trennen!<\/p>\n\n\n\n<p>Auf einer \u00abk\u00fcrzeren\u00bb Skala hat eine sehr junge Tierart ihre Umwelt, einschlie\u00dflich der W\u00e4lder, besonders stark beeinflusst: der Mensch durch seine zahlreichen Zivilisationen! Durch \u00dcbernutzung und Wiederaufforstung hat er nicht nur die Fl\u00e4che, sondern auch die Zusammensetzung der W\u00e4lder stark ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor allem die europ\u00e4ische Geschichte ist voll von gl\u00fccklichen und ungl\u00fccklichen Beispielen f\u00fcr die Einf\u00fchrung von Arten, insbesondere Pflanzenarten, in W\u00e4ldern und anderswo. Was w\u00e4ren unsere Landschaften und unsere Ern\u00e4hrung ohne Mais, Bohnen, Tomaten, Weizen, Platanen, Pappeln, Kartoffeln...? Nicht alle diese Pflanzen sind auf dem europ\u00e4ischen Kontinent beheimatet, tragen aber dennoch wesentlich zu seinen Landschaften und seiner Wirtschaft bei.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz dazu sind die katastrophalen Folgen der Einf\u00fchrung des Japanischen Staudenkn\u00f6terichs, des Riesenb\u00e4renklau oder auch des Himalaya-Balsamkrauts nicht mehr zu \u00fcbersehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch in unseren W\u00e4ldern sind viele Baumarten das Ergebnis von Einf\u00fchrungen, und w\u00e4hrend eine Kastanie, die vor langer Zeit eingef\u00fchrt wurde, niemandem Sorgen bereitet, kann eine sp\u00e4tbl\u00fchende Kirsche erhebliche Probleme bei der Bewirtschaftung verursachen.<\/p>\n\n\n\n<p>An dieser Stelle erscheint es uns wichtig, einige Begriffe zu definieren<sup>1<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Indigen oder autochthon: bezeichnet ein Taxon, eine Population oder eine Tier- oder Pflanzengemeinschaft, die als urspr\u00fcnglich aus dem Gebiet anerkannt ist, in dem sie sich gegenw\u00e4rtig befindet. (Anmerkung: Der Begriff des Verwaltungsgebiets (Region, Land) ist hier nat\u00fcrlich nicht relevant).<\/li>\n\n\n\n<li>Exotisch oder allochthon: bezeichnet ein Taxon, eine Population oder eine Tier- oder Pflanzengemeinschaft, die absichtlich oder unabsichtlich au\u00dferhalb ihres nat\u00fcrlichen Verbreitungsgebiets eingef\u00fchrt wurde.<\/li>\n\n\n\n<li>Eingeb\u00fcrgert: bezeichnet eine gebietsfremde Art, die sich in einer anderen Region als ihrem Ursprungsgebiet angesiedelt hat und in der Lage ist, sich dort dauerhaft zu vermehren und spontan auszubreiten, wodurch sie sich in das dortige \u00d6kosystem integriert (z. B. Robinie, <em>Robinia pseudoacacia<\/em>).<\/li>\n\n\n\n<li>Invasive Art: Eine Art, die lokal einen Platz einnimmt, der innerhalb eines \u00d6kosystems als \u00fcberm\u00e4\u00dfig angesehen werden kann, in Verbindung mit einer lokal gr\u00f6\u00dferen dynamischen Kraft als andere (z. B. kann der Bergahorn, indem er dichte und reine Fazies bildet, innerhalb eines Waldmeister-Buchenwaldes als invasiv angesehen werden).<\/li>\n\n\n\n<li>Invasive Art: nichtheimische Art, die aufgrund des Fehlens ihrer Regulationskette besonders effiziente Vermehrungsstrategien aufweist und lokal Populationen mit invasivem Charakter bildet. Sie kann erhebliche Auswirkungen auf die \u00d6kosysteme haben, die sie besiedelt: Substitution einheimischer Arten, zu deren Seltenheit oder Verschwinden sie beitr\u00e4gt, Blockierung bestimmter \u00d6kosysteme durch ihre dynamische Deckung (z. B. Asiatischer Staudenkn\u00f6terich), <em>Reynoutria japonica<\/em> und <em>Reynoutria sachalinensis<\/em>).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Diese Definitionen suggerieren eine relativ starre und unflexible Situation. Wie bereits erw\u00e4hnt, \u00e4ndert sich das Verbreitungsgebiet einer Baumart im Laufe der Zeit aufgrund von Klimaschwankungen (z. B. schrumpfen die nat\u00fcrlichen Verbreitungsgebiete von Stein- und Flaumeichen derzeit in S\u00fcdeuropa, w\u00e4hrend sie sich nach Norden hin ausdehnen). Die betrachtete Zeitskala sollte uns daher nicht dazu verleiten, den gegenw\u00e4rtigen Zustand der W\u00e4lder als endg\u00fcltig zu betrachten, umso mehr in der gegenw\u00e4rtigen Situation.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns has-white-color has-vert-claire-color-background-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-2a990a67559fb87bee881993f6e32498 is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-f65187a8 wp-block-columns-is-layout-flex\" style=\"padding-top:var(--wp--preset--spacing--60);padding-right:var(--wp--preset--spacing--60);padding-bottom:var(--wp--preset--spacing--60);padding-left:var(--wp--preset--spacing--60)\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<h3 class=\"wp-block-heading has-white-color has-text-color has-link-color wp-elements-d13872b1cfc533338aaf3926b8b11f50\">Die geringe Vielfalt an Baumarten in Europa<\/h3>\n\n\n\n<p>Die europ\u00e4ischen W\u00e4lder werden im Vergleich etwa zum nordamerikanischen oder asiatischen Kontinent von einer geringen Anzahl von Baumarten bewohnt. Die relative Armut unserer Best\u00e4nde erkl\u00e4rt sich vor allem durch die aufeinanderfolgenden Eiszeiten (die letzte endete vor etwa 12.000 Jahren), die unsere Flora erheblich verarmt haben. Unter dem Einfluss der Abk\u00fchlung und Erw\u00e4rmung des Klimas sind die Arten n\u00e4mlich jeweils nach S\u00fcden oder Norden gewandert. Diese nat\u00fcrlichen Wanderungen wurden jedoch durch die Beschaffenheit der Gebirgsketten (Pyren\u00e4en, Alpen) und des Mittelmeers behindert, die f\u00fcr viele Arten Hindernisse darstellten, die sie nicht \u00fcberwinden konnten. So verlor Europa den Liquidambar, den Tulpenbaum, die Mammutb\u00e4ume und andere Arten, die noch in Asien oder Nordamerika vorkommen (wo die Nord-S\u00fcd-Ausrichtung der Gebirgsketten die Migration der Arten nicht behinderte).<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<h3 class=\"wp-block-heading has-white-color has-text-color has-link-color wp-elements-0f567995ba1bceed6fd2da8b588f9fe4\">R\u00fcckgang und Verschwinden einheimischer Baumarten<\/h3>\n\n\n\n<p>Einige Baumarten sind zwar nicht unbedingt vom Aussterben bedroht, aber ihr Spektrum an g\u00fcnstigen Standorten wird durch den Klimawandel immer kleiner. So findet die Buche, eine einheimische Laubbaumart, die in vielen Waldlebensr\u00e4umen dominiert, heute in tieferen Lagen nicht mehr die optimalen Wachstumsbedingungen vor und sie verk\u00fcmmert auf den trockensten Standorten.<\/p>\n\n\n\n<p>Leider sind es nicht nur die klimatischen Unw\u00e4gbarkeiten, die unser Kapital an Baumartenvielfalt sch\u00e4digen k\u00f6nnen. Auch neue, manchmal eingeschleppte Krankheiten stellen eine Bedrohung dar. Die j\u00fcngsten F\u00f6rster kennen die Ulme nicht mehr. Diese einst in Europa weit verbreitete Baumart wurde seit den 1970er Jahren durch eine Pilzkrankheit, die Graphiose, dezimiert. Die Art ist in der Tat praktisch aus unseren W\u00e4ldern verschwunden und man hat ihre Verwendung in der Forstwirtschaft vergessen. Es bleibt zu hoffen, dass die laufenden Forschungsprogramme den Forstleuten helfen werden, nicht eine \u00e4hnliche Geschichte mit unserer gew\u00f6hnlichen Esche zu erleben, die der Chalarose ausgesetzt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kombination aus Klima- und Gesundheitskrise f\u00fchrt daher zu einer allm\u00e4hlichen Verarmung der verf\u00fcgbaren einheimischen Baumarten, zur Vereinfachung der \u00d6kosysteme und ihrer Funktionsweise und zum Verlust der damit verbundenen Biodiversit\u00e4t.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Interessen und Risiken der Einf\u00fchrung neuer Baumarten\/Provenienzen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"translation-block\">Eine Liste von Empfehlungen wurde von einem Expertengremium<sup>2<\/sup> herausgegeben, um den Wald an den Klimawandel anzupassen und ihn widerstandsf\u00e4higer zu machen. Darin finden sich unter anderem die folgenden Punkte:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>die Baumarten strikt an den Standort und die Forstwirtschaft an die Baumart anpassen ;<\/li>\n\n\n\n<li>Sicherstellung einer guten Bodenstruktur durch geeignete Bewirtschaftungstechniken ;<\/li>\n\n\n\n<li>Aufrechterhaltung von Wildpopulationen, die im Gleichgewicht mit der Aufnahmef\u00e4higkeit des Waldes stehen ;<\/li>\n\n\n\n<li>Baumarten diversifizieren und die genetische Vielfalt maximieren ;<\/li>\n\n\n\n<li>die unterst\u00fctzte Migration von s\u00fcdlichen Baumarten und Herk\u00fcnften zu f\u00f6rdern.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Die Einf\u00fchrung neuer Baumarten\/Herkunftssorten passt eindeutig zu den letzten beiden Empfehlungen. Das ultimative Ziel all dieser Ma\u00dfnahmen ist die Erhaltung gesunder und multifunktionaler W\u00e4lder vor dem Hintergrund des Klimawandels, sowohl in seiner Produktions- und Regulierungsdimension als auch in seiner Dimension der kulturellen Dienstleistungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei dieser Art der Einf\u00fchrung m\u00fcssen die Risiken negativer Auswirkungen auf das aufnehmende \u00d6kosystem ber\u00fccksichtigt werden. Diese Auswirkungen k\u00f6nnen biologischer (Konkurrenz und Verdr\u00e4ngung einheimischer Arten), struktureller (z. B. Destabilisierung von Ufern durch den Japanischen Staudenkn\u00f6terich), wirtschaftlicher (z. B. Kosten f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung der Sp\u00e4ten Traubenkirsche in Verj\u00fcngungen) und landschaftlicher Art sein ...<\/p>\n\n\n\n<p>Eine neue Baumart, die sich effizient in der Landschaft ausbreitet, k\u00f6nnte zu einem Verlust an Biodiversit\u00e4t f\u00fchren, da sie andere Arten verdr\u00e4ngen kann und nicht in der Lage ist, die lokale Flora und Fauna zu beherbergen. Der Verlust an Biodiversit\u00e4t k\u00f6nnte mit St\u00f6rungen der \u00d6kosystemfunktion einhergehen und zum Verlust der damit verbundenen \u00d6kosystemdienstleistungen f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Daher ist es legitim und wichtig, das Sch\u00e4digungspotenzial einer neuen Baumart zu hinterfragen, bevor sie in gro\u00dfem Ma\u00dfstab eingesetzt wird. Die Einf\u00fchrung einer neuen Baumart muss daher, wie jede andere neue Art auch, einer Risikoanalyse und einer Risiko-Nutzen-Abw\u00e4gung unterzogen werden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-643ced6b wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Welche Strategie sollten Sie w\u00e4hlen?<\/h3>\n\n\n\n<p>Zwei Visionen stehen zur Debatte: die verst\u00e4rkte Nutzung der nat\u00fcrlichen Regeneration zur F\u00f6rderung bestimmter adaptiver Ph\u00e4nomene (Mutationen, Selektion) oder die Einf\u00fchrung neuer Baumarten\/Provenienzen zur F\u00f6rderung anderer Ph\u00e4nomene (haupts\u00e4chlich Genfluss und Hybridisierung). Es gibt ausschlie\u00dfliche Bef\u00fcrworter der ersten L\u00f6sung und andere, die sich f\u00fcr die zweite L\u00f6sung aussprechen. Die SRFB ist der Ansicht, dass die Debatte anderswo stattfindet: Sie dreht sich haupts\u00e4chlich um die Geschwindigkeit der nat\u00fcrlichen Anpassung der W\u00e4lder an die Geschwindigkeit des Klimawandels, der sich auf dieselben W\u00e4lder auswirkt.<\/p>\n\n\n\n<p>En r\u00e9alit\u00e9, rien n\u2019emp\u00eache de combiner plusieurs approches et il nous semble d\u00e9raisonnable de miser sur une seule, quelle qu\u2019elle soit. Il parait sage de privil\u00e9gier l\u2019une et\/ou l\u2019autre approche en fonction du contexte et de r\u00e9gler le curseur en fonction des enjeux sp\u00e9cifiques li\u00e9s aux peuplements \u00e0 renouveler. En tout \u00e9tat de cause, quelles que soient la ou les options choisies par le gestionnaire, l&rsquo;incertitude reste importante. C\u2019est la diversit\u00e9 des sc\u00e9narios choisis \u00e0 l\u2019\u00e9chelle globale (r\u00e9g\u00e9n\u00e9ration naturelle, plantation, type de m\u00e9lange, choix des essences et provenances locales ou nouvelles) qui permettra de maximiser les chances de conserver une for\u00eat r\u00e9siliente.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<div class=\"wp-block-cover has-custom-content-position is-position-bottom-center has-small-font-size\" style=\"padding-top:0;padding-right:0;padding-bottom:0;padding-left:0;font-style:italic;font-weight:400\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"787\" height=\"1024\" class=\"wp-block-cover__image-background wp-image-39337\" alt=\"Ch\u00eane chevelu dans une parcelle test de Trees for Future\" src=\"https:\/\/staging.srfb.be\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/chene-chevelu-tff-787x1024.jpeg\" style=\"object-position:59% 33%\" data-object-fit=\"cover\" data-object-position=\"59% 33%\" srcset=\"https:\/\/staging.srfb.be\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/chene-chevelu-tff-787x1024.jpeg 787w, https:\/\/staging.srfb.be\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/chene-chevelu-tff-231x300.jpeg 231w, https:\/\/staging.srfb.be\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/chene-chevelu-tff-768x999.jpeg 768w, https:\/\/staging.srfb.be\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/chene-chevelu-tff-1181x1536.jpeg 1181w, https:\/\/staging.srfb.be\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/chene-chevelu-tff-9x12.jpeg 9w, https:\/\/staging.srfb.be\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/chene-chevelu-tff-600x781.jpeg 600w, https:\/\/staging.srfb.be\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/chene-chevelu-tff.jpeg 1402w\" sizes=\"auto, (max-width: 787px) 100vw, 787px\" \/><span aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-cover__background has-background-dim-0 has-background-dim\"><\/span><div class=\"wp-block-cover__inner-container is-layout-flow wp-block-cover-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#0000009c\">Haarige Eiche in einer Testparzelle von Trees for Future<\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-white-color has-vert-claire-color-background-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-e5013f98dbdca4536bf86cfc7abed49f is-layout-constrained wp-container-core-group-is-layout-db32e940 wp-block-group-is-layout-constrained\" style=\"padding-top:var(--wp--preset--spacing--60);padding-right:var(--wp--preset--spacing--60);padding-bottom:var(--wp--preset--spacing--60);padding-left:var(--wp--preset--spacing--60)\">\n<h3 class=\"wp-block-heading has-white-color has-text-color has-link-color wp-elements-be471df9109e46efcdaf892c8e98f923\">Vers une d\u00e9finition continentale de l&rsquo;indig\u00e9nat ?<\/h3>\n\n\n\n<p>Les essences indig\u00e8nes ont, par leur longue existence sur un territoire donn\u00e9, tiss\u00e9 une multitude d\u2019interactions avec la faune et la flore locales. Ce sont toutes ces interactions qui offrent \u00e0 l\u2019\u00e9cosyst\u00e8me forestier toute sa complexit\u00e9 et qui donnent leur valeur biologique aux for\u00eats anciennes sub-naturelles<sup>1<\/sup>. Une essence est dite indig\u00e8ne si elle est naturellement (sans intervention r\u00e9cente ou ancienne<sup>2<\/sup>, directe ou indirecte de l\u2019homme) pr\u00e9sente dans un territoire donn\u00e9. La notion d\u2019indig\u00e9nat d\u00e9pend donc de l\u2019\u00e9chelle g\u00e9ographique consid\u00e9r\u00e9e. Une essence naturellement pr\u00e9sente \u00e0 Rochefort doit-elle \u00eatre consid\u00e9r\u00e9e comme indig\u00e8ne en Famenne, en Wallonie, en Belgique, en Europe occidentale\u2009? La d\u00e9cision est relativement arbitraire mais peut potentiellement influencer grandement la politique foresti\u00e8re, particuli\u00e8rement en termes l\u00e9gislatifs. Ainsi, une essence consid\u00e9r\u00e9e comme indig\u00e8ne en Flandre (ex. : le pin sylvestre<sup>3<\/sup>) et qui peut, par cons\u00e9quent, faire l\u2019objet de plantation sur tout ce territoire, y compris en Natura2000 et dans les for\u00eats anciennes sub-naturelles, peut \u00eatre consid\u00e9r\u00e9e comme non-indig\u00e8ne en Wallonie, ou inversement. Dans le cas du pin sylvestre, par exemple, une d\u00e9finition nationale de l\u2019indig\u00e9nat changerait assur\u00e9ment la donne.<\/p>\n\n\n\n<p>Consid\u00e9rant que les fronti\u00e8res administratives, nationales comme r\u00e9gionales, ne sont pas transposables aux esp\u00e8ces biologiques, y compris les arbres, et consid\u00e9rant les changements climatiques qui modifient progressivement les enveloppes climatiques des essences, ne serait-il pas plus pertinent de consid\u00e9rer l\u2019indig\u00e9nat au niveau continental\u2009? En effet, au cours des p\u00e9riodes glaciaires et interglaciaires, il est vraisemblable que les essences aient \u00e9t\u00e9 mises en contact les unes avec les autres. On peut donc consid\u00e9rer que les essences du Sud de l\u2019Europe ont un historique d\u2019interactions avec les esp\u00e8ces de la faune et de la flore locales.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"translation-block\">Sollte bei der Politik zur Einf\u00fchrung neuer Baumarten eine Baumart wie die Ungarische Eiche (<em>Quercus frainetto<\/em>) nicht als in Europa heimisch angesehen werden und daher nicht denselben Beschr\u00e4nkungen unterliegen wie eine Baumart asiatischer (z. B. Mandschurische Esche) oder nordamerikanischer Herkunft (z. B. Semperopraspirant)?\u2009Sequoia sempervirent), die keine Geschichte von Interaktionen mit der lokalen Flora und Fauna hat und die von vornherein ein geringeres biologisches Potenzial und ein h\u00f6heres invasives Risiko aufweist?<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-small-font-size is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\" style=\"font-style:italic;font-weight:400\">\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-grey-color-color has-alpha-channel-opacity has-grey-color-background-color has-background\"\/>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Sub-naturel : qualifie une v\u00e9g\u00e9tation qui offre des caract\u00e8res certains de naturalit\u00e9, masquant cependant, souvent incompl\u00e8tement, les traces d\u2019activit\u00e9s anthropiques anciennes (agropastorale, exploitation de mat\u00e9riaux, etc.). Source : Vocabulaire forestier. \u00c9cologie, gestion et conservation des espaces verts, Christian Gauberville, Yves Bastien &#8211; CNPF-IDF \u2013 2011.<br>Lire \u00e0 ce propos l\u2019article de Thierry Kervyn, Marc Herman et Jean-Pierre Scohy \u00ab\u2009L\u2019anciennet\u00e9 des for\u00eats de Wallonie. Un coup d\u2019\u0153il dans le r\u00e9tro, pour mieux envisager la suite\u2009\u00bb publi\u00e9 dans Silva Belgica 2\/2021. PDF disponible \u00e0 la demande \u00e0 silva.belgica@srfb-kbbm.be<\/li>\n\n\n\n<li>Sans d\u00e9finition pr\u00e9cise de temps : voir bas de page suivant.<\/li>\n\n\n\n<li>Le caract\u00e8re indig\u00e8ne du pin sylvestre en Belgique est encore d\u00e9battu actuellement. Il aurait \u00e9t\u00e9 sem\u00e9 pour la premi\u00e8re fois en Belgique en 1675, en Campine. Source : Fichier \u00e9cologique des essences.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vers une approche diff\u00e9renci\u00e9e<\/h2>\n\n\n\n<p>Pour consid\u00e9rer l\u2019introduction d\u2019une nouvelle essence comme potentiellement probl\u00e9matique, il faut que sa dispersion soit difficilement contr\u00f4lable dans le milieu dans lequel on l\u2019introduit ET que son arriv\u00e9e dans l\u2019\u00e9cosyst\u00e8me en perturbe significativement le fonctionnement.<\/p>\n\n\n\n<p>Les niveaux de risque, tant du point de vue d\u2019une perturbation de l\u2019\u00e9cosyst\u00e8me que d\u2019une dispersion excessive, d\u00e9pendent notamment de l\u2019origine de l\u2019essence. En effet, une esp\u00e8ce introduite peut devenir invasive dans son nouvel environnement lorsque ce dernier est d\u00e9pourvu des pathog\u00e8nes et pr\u00e9dateurs qui la r\u00e9gulent dans son aire d\u2019origine (Enemy release hypothesis<sup>3<\/sup>). Par cons\u00e9quent, une essence originaire du sud de l\u2019Europe, ayant co-\u00e9volu\u00e9 avec les herbivores, les insectes, les bact\u00e9ries et les champignons pr\u00e9sents en Europe, aura une probabilit\u00e9 moindre de devenir probl\u00e9matique en \u00e9tant introduite chez nous qu\u2019une essence d\u2019Asie orientale ou d\u2019Am\u00e9rique du Nord, car cette derni\u00e8re arriverait dans un environnement d\u00e9pourvu de son cort\u00e8ge d\u2019organismes r\u00e9gulateurs. \u00c0 l\u2019inverse et pour les m\u00eames raisons, le potentiel biologique (capacit\u00e9 \u00e0 h\u00e9berger la biodiversit\u00e9 indig\u00e8ne) est plus \u00e9lev\u00e9 pour les essences europ\u00e9ennes que pour les essences d\u2019autres continents (par exemple : le ch\u00eane pubescent ou le ch\u00eane de Hongrie sont capables d\u2019h\u00e9berger davantage les esp\u00e8ces animales, fongiques et v\u00e9g\u00e9tales associ\u00e9es \u00e0 nos ch\u00eanes indig\u00e8nes que les ch\u00eanes am\u00e9ricains).<\/p>\n\n\n\n<p>Consid\u00e9rant ce qui pr\u00e9c\u00e8de, on comprend que l\u2019approche peut \u00eatre diff\u00e9renci\u00e9e en fonction de la nature de l\u2019essence consid\u00e9r\u00e9e, de l\u2019\u00e9cosyst\u00e8me dans lequel on l\u2019introduit et de la mani\u00e8re dont on l\u2019introduit (sur quelle surface, en m\u00e9lange, en enrichissement de r\u00e9g\u00e9n\u00e9ration naturelle, ou en monosp\u00e9cifique\u2026).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"translation-block\">Der belgische Wald und generell der Wald in Nordwesteuropa weist unterschiedliche Auspr\u00e4gungen auf, und nicht alle W\u00e4lder stehen vor denselben Herausforderungen. So muss man die Anpassung alter, subnat\u00fcrlicher, gesch\u00fctzter oder nicht gesch\u00fctzter W\u00e4lder nicht auf die gleiche Weise betrachten wie die Anpassung neuerer W\u00e4lder, die im 20<sup>e<\/sup> Jahrhundert mit Laub- oder Nadelb\u00e4umen auf landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen oder Heidefl\u00e4chen angepflanzt wurden. Erstere sind von hohem patrimonialen Interesse. Sie konzentrieren den Gro\u00dfteil der waldtypischen Biodiversit\u00e4t und ihre Anpassung muss ihre Funktion und Struktur weitestgehend erhalten. Die zweiten sind eher \u00abkultivierte\u00bb W\u00e4lder, deren Interesse am Kulturerbe und an der Biodiversit\u00e4t geringer ist. Ihre Anpassung zielt darauf ab, eine nachhaltige Holzproduktion aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die Widerstandsf\u00e4higkeit der Best\u00e4nde gegen\u00fcber klimatischen und gesundheitlichen Risiken zu erh\u00f6hen, indem sie sich auf geeignete Waldbautechniken st\u00fctzt, die auch den anderen Funktionen der nachhaltigen Waldbewirtschaftung zugute kommen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-cover has-custom-content-position is-position-bottom-center has-small-font-size\" style=\"padding-top:0;padding-right:0;padding-bottom:0;padding-left:0;font-style:italic;font-weight:400;min-height:350px;aspect-ratio:unset;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"784\" class=\"wp-block-cover__image-background wp-image-39345\" alt=\"Rameau de Quercus frainetto (ch\u00eane de Hongrie)\" src=\"https:\/\/staging.srfb.be\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/rameau-quercus-frainetto-chene-hongrie-1024x784.jpeg\" style=\"object-position:60% 86%\" data-object-fit=\"cover\" data-object-position=\"60% 86%\" srcset=\"https:\/\/staging.srfb.be\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/rameau-quercus-frainetto-chene-hongrie-1024x784.jpeg 1024w, https:\/\/staging.srfb.be\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/rameau-quercus-frainetto-chene-hongrie-300x230.jpeg 300w, https:\/\/staging.srfb.be\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/rameau-quercus-frainetto-chene-hongrie-768x588.jpeg 768w, https:\/\/staging.srfb.be\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/rameau-quercus-frainetto-chene-hongrie-16x12.jpeg 16w, https:\/\/staging.srfb.be\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/rameau-quercus-frainetto-chene-hongrie-600x459.jpeg 600w, https:\/\/staging.srfb.be\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/rameau-quercus-frainetto-chene-hongrie.jpeg 1393w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><span aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-cover__background has-background-dim-0 has-background-dim\"><\/span><div class=\"wp-block-cover__inner-container is-layout-flow wp-block-cover-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#00000082\">Rameau de Quercus frainetto (ch\u00eane de Hongrie)<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">For\u00eats anciennes sub-naturelles<\/h3>\n\n\n\n<p>Dans les for\u00eats anciennes sub-naturelles, l\u2019enjeu majeur est de maintenir l\u2019int\u00e9grit\u00e9 de ces for\u00eats, les esp\u00e8ces animales et v\u00e9g\u00e9tales qu\u2019elles abritent, leur structure, leur diversit\u00e9 g\u00e9n\u00e9tique, leur fonctionnement et leur productivit\u00e9. Dans un contexte de climat stable, la r\u00e9g\u00e9n\u00e9ration naturelle des essences en place, pourvu qu\u2019elles soient en station<sup>4<\/sup>, est souvent la meilleure solution pour satisfaire tous ces enjeux. Dans un contexte de climat changeant, en revanche, la r\u00e9g\u00e9n\u00e9ration naturelle pourrait ne pas suffire pour assurer la r\u00e9silience des peuplements sur le long terme.<\/p>\n\n\n\n<p>Ainsi, pour le renouvellement des for\u00eats anciennes sub-naturelles, on pourrait adopter une approche progressive en fonction d\u2019un diagnostic pr\u00e9alable.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Si les essences en place sont en station, que le pronostic pour leur avenir est bon (voir par exemple, les cartes de compatibilit\u00e9 climatique de <a href=\"https:\/\/climessences.fr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Climessence<\/a>), que les arbres adultes sont de bonne qualit\u00e9 et ne pr\u00e9sentent pas de sympt\u00f4mes de d\u00e9p\u00e9rissement, alors la r\u00e9g\u00e9n\u00e9ration naturelle seule reste une option tout \u00e0 fait valable. On veillera toutefois \u00e0 conduire cette r\u00e9g\u00e9n\u00e9ration de mani\u00e8re \u00e0 maintenir les essences les plus r\u00e9sistantes aux s\u00e9cheresses (augmenter la proportion de ch\u00eane sessile dans les h\u00eatraies par exemple) et les essences rares (alisier, merisier\u2026).<\/li>\n\n\n\n<li>Si les essences en place se portent actuellement bien mais que le pronostic climatique \u00e0 leur \u00e9gard est incertain, l\u2019introduction, par point d\u2019appui par exemple (Klumps), d\u2019individus de m\u00eame esp\u00e8ce mais de provenance plus m\u00e9ridionale (ex.\u2009: ch\u00eane sessile du Sud de la France, h\u00eatre commun d\u2019Italie\u2026) au sein de la r\u00e9g\u00e9n\u00e9ration naturelle pourrait \u00eatre envisag\u00e9e pour renforcer les g\u00e8nes du peuplement et augmenter ses capacit\u00e9s de s\u00e9lection (naturelle et via le martelage) d\u2019individus robustes et adapt\u00e9s. C\u2019est ce qu\u2019on appelle la migration assist\u00e9e de provenances.<\/li>\n\n\n\n<li>Dans les stations les plus contraignantes dans lesquelles les essences en place risquent d\u2019\u00eatre en grande difficult\u00e9 (ch\u00eanaie sessile sur sol filtrant, h\u00eatraie de plaine, fr\u00eanaie chalaros\u00e9e\u2026) et o\u00f9 des d\u00e9p\u00e9rissements sont d\u00e9j\u00e0 constat\u00e9s, il conviendrait d\u2019utiliser la r\u00e9g\u00e9n\u00e9ration naturelle avec prudence, en favorisant les essences moins repr\u00e9sent\u00e9es mais mieux adapt\u00e9es (exemple : le ch\u00eane sessile dans la fr\u00eanaie) et de compl\u00e9ter celle-ci par des enrichissements d\u2019essences potentiellement mieux adapt\u00e9es aux nouvelles\/futures conditions. Celles-ci pourraient \u00eatre des essences indig\u00e8nes peu fr\u00e9quentes (tilleul \u00e0 petites feuilles, \u00e9rable plane, alisier\u2026), des essences indig\u00e8nes de provenances m\u00e9ridionales ou encore des essences nouvelles. Cependant, compte tenu de la grande valeur patrimoniale et environnementale des for\u00eats anciennes sub-naturelles, l\u2019introduction de provenances m\u00e9ridionales et de nouvelles essences induit de fortes r\u00e9ticences, qui se traduisent du point de vue l\u00e9gislatif par certaines limitations.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-white-color has-vert-claire-color-background-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-89e2ba412a8fdf7e4e0ce0864c084c2a is-layout-constrained wp-container-core-group-is-layout-db32e940 wp-block-group-is-layout-constrained\" style=\"padding-top:var(--wp--preset--spacing--60);padding-right:var(--wp--preset--spacing--60);padding-bottom:var(--wp--preset--spacing--60);padding-left:var(--wp--preset--spacing--60)\">\n<h3 class=\"wp-block-heading has-white-color has-text-color has-link-color wp-elements-72b9e347a3dad1169261b70a0edcca62\">For\u00eats sub-naturelles sur stations contraignantes<\/h3>\n\n\n\n<p>Dans le contexte des for\u00eats sub-naturelles sur des stations contraignantes, les enrichissements pourraient s\u2019envisager selon trois axes distincts.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>L\u2019enrichissement par des essences indig\u00e8nes ne pose pas de r\u00e9el probl\u00e8me pour peu que l\u2019on respecte l\u2019ad\u00e9quation essence\/station.<\/li>\n\n\n\n<li>L\u2019introduction de nouvelles provenances d\u2019essences indig\u00e8nes ou de nouvelles essences biologiquement similaires \u00e0 nos indig\u00e8nes ou ayant une limite nord d\u2019aire de r\u00e9partition naturelle proche (h\u00eatre commun du Sud du Massif central, ch\u00eane pubescent, ch\u00eane chevelu, pins m\u00e9diterran\u00e9ens europ\u00e9ens\u2026) m\u00e9rite \u00e9galement d\u2019\u00eatre envisag\u00e9e, tout en pesant raisonnablement le pour et le contre. Par exemple, l\u2019avantage des ch\u00eanes blancs europ\u00e9ens (ch\u00eane pubescent, ch\u00eane de Hongrie, ch\u00eane tauzin) est qu\u2019ils peuvent se croiser avec les ch\u00eanes blancs du nord (sessile et p\u00e9doncul\u00e9). Consid\u00e9rer ce ph\u00e9nom\u00e8ne comme de la pollution g\u00e9n\u00e9tique serait ignorer l\u2019histoire r\u00e9cente des for\u00eats europ\u00e9ennes. En effet, toutes ces essences \u00e9taient, il y a environ 10.000 ans (un battement de cils \u00e0 l\u2019\u00e9chelle de l\u2019\u00e9volution biologique), concentr\u00e9es et en contact dans de petits territoires du Sud de l\u2019Europe (les fameux refuges glaciaires : p\u00e9ninsule ib\u00e9rique, Italie et Balkans). L\u2019hybridation des ch\u00eanes du sud avec nos ch\u00eanes locaux devrait plut\u00f4t \u00eatre vue comme un avantage, puisqu\u2019elle aurait le m\u00e9rite de combiner les g\u00e8nes de r\u00e9sistance \u00e0 la s\u00e9cheresse avec ceux de la r\u00e9sistance au froid. Par ailleurs, comme mentionn\u00e9 pr\u00e9c\u00e9demment, les esp\u00e8ces de ch\u00eanes europ\u00e9ens ont co-\u00e9volu\u00e9 avec la faune et la flore du continent. Par cons\u00e9quent, au sein du genre <em>Quercus<\/em>, le potentiel d\u2019accueil de la biodiversit\u00e9 des ch\u00eanes europ\u00e9ens introduits est le plus proche de celui de nos ch\u00eanes indig\u00e8nes.<br>Il pourrait \u00eatre \u00e9galement int\u00e9ressant de diversifier les essences secondaires en gardant en point de mire le crit\u00e8re de proximit\u00e9 g\u00e9ographique afin de limiter les risques d\u2019invasion et de maximiser le potentiel biologique. Ainsi, \u00e0 c\u00f4t\u00e9 des merisiers, alisiers et autres tilleuls \u00e0 petites feuilles indig\u00e8nes, pourraient \u00eatre introduites des essences comme le noisetier de Byzance (<em>Corylus colurna<\/em>) ou le fr\u00eane \u00e0 fleurs (<em>Fraxinus ornus<\/em>), par exemple.<br>Ces enrichissements se feraient en quantit\u00e9 et proportion mod\u00e9r\u00e9es pour assurer un bon m\u00e9lange entre essences indig\u00e8nes belges et essences \/ provenances europ\u00e9ennes.<br>La SRFB se positionne pour une diversification des for\u00eats anciennes en vue de maintenir (ou restaurer) avant toute chose le bon fonctionnement de ces \u00e9cosyst\u00e8mes.<\/li>\n\n\n\n<li>L\u2019introduction d\u2019essences exotiques asiatiques, nord-am\u00e9ricaines ou d\u2019ailleurs nous semble par contre pr\u00e9matur\u00e9e dans le contexte de for\u00eats anciennes. Des recherches approfondies sur leurs divers impacts potentiels sur l\u2019\u00e9cosyst\u00e8me et l\u2019ampleur de ceux-ci doivent \u00eatre men\u00e9es avant d\u2019op\u00e9rer des introductions significatives de ces essences, d\u2019autant que les deux autres options offrent d\u00e9j\u00e0 de nombreuses possibilit\u00e9s d\u2019adaptation et de r\u00e9silience.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">For\u00eats r\u00e9centes (enr\u00e9sin\u00e9es ou non)<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<div class=\"wp-block-cover is-light has-custom-content-position is-position-bottom-center has-small-font-size\" style=\"padding-top:0;padding-right:0;padding-bottom:0;padding-left:0;font-style:italic;font-weight:400\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"869\" height=\"1024\" class=\"wp-block-cover__image-background wp-image-39350 size-large\" alt=\"\" src=\"https:\/\/staging.srfb.be\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/pins-maritimes-tff-869x1024.jpeg\" data-object-fit=\"cover\" srcset=\"https:\/\/staging.srfb.be\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/pins-maritimes-tff-869x1024.jpeg 869w, https:\/\/staging.srfb.be\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/pins-maritimes-tff-255x300.jpeg 255w, https:\/\/staging.srfb.be\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/pins-maritimes-tff-768x904.jpeg 768w, https:\/\/staging.srfb.be\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/pins-maritimes-tff-1304x1536.jpeg 1304w, https:\/\/staging.srfb.be\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/pins-maritimes-tff-10x12.jpeg 10w, https:\/\/staging.srfb.be\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/pins-maritimes-tff-600x707.jpeg 600w, https:\/\/staging.srfb.be\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/pins-maritimes-tff.jpeg 1401w\" sizes=\"auto, (max-width: 869px) 100vw, 869px\" \/><span aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-cover__background has-background-dim-0 has-background-dim\" style=\"background-color:#939081\"><\/span><div class=\"wp-block-cover__inner-container is-layout-flow wp-block-cover-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center has-white-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-0061394c3be1eeeafb14a37ae306f912\" style=\"background-color:#0000009c\">Pins maritimes install\u00e9s dans une parcelle test de Trees for Future<\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Dans les for\u00eats r\u00e9centes, majoritairement r\u00e9sineuses (et donc d\u00e9j\u00e0 largement domin\u00e9es par des essences exotiques), et essentiellement monosp\u00e9cifiques, la diversit\u00e9 des essences est actuellement faible (\u00e9pic\u00e9a, Douglas, m\u00e9l\u00e8zes et pins principalement) et l\u2019enjeu de production est pr\u00e9pond\u00e9rant. La biodiversit\u00e9 abrit\u00e9e dans ces peuplements, outre quelques esp\u00e8ces inf\u00e9od\u00e9es aux vieux r\u00e9sineux (roitelet hupp\u00e9, chouette de Tengmalm\u2026) est principalement associ\u00e9e aux zones ouvertes que sont les coupes rases dans lesquelles les esp\u00e8ces des anciennes landes (callune, bruy\u00e8re quatern\u00e9e\u2026) peuvent continuer \u00e0 prosp\u00e9rer. Ici, l\u2019enjeu majeur est de maintenir une production de bois de qualit\u00e9, principalement pour la transformation locale, tout en s\u2019effor\u00e7ant d\u2019augmenter la diversit\u00e9 et la r\u00e9silience des peuplements. Cela passe par la diversification des essences. Outre la r\u00e9duction observ\u00e9e de la pr\u00e9pond\u00e9rance de l\u2019\u00e9pic\u00e9a dans nos massifs forestiers, notamment sur les stations qui ne lui conviennent plus, et son remplacement progressif par les autres essences r\u00e9sineuses usuelles (Douglas, m\u00e9l\u00e8zes, pins), on observe aussi une tendance \u00e0 diversifier les parcelles, notamment apr\u00e8s coupe sanitaire (scolyte), et \u00e0 y tester d\u2019autres essences, des m\u00e9langes et des itin\u00e9raires innovants. Les parcelles mises \u00e0 disposition de <em><a href=\"https:\/\/treesforfuture.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Trees for Future<\/a><\/em>, sont d\u2019ailleurs majoritairement des coupes sanitaires d\u2019\u00e9pic\u00e9as.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>La SRFB propose de privil\u00e9gier des exp\u00e9riences nouvelles dans les for\u00eats r\u00e9centes o\u00f9 l&rsquo;\u00e9cosyst\u00e8me a \u00e9t\u00e9 appauvri par d\u2019anciennes pratiques agricoles. Cela laisse plus de place \u00e0 l\u2019audace et \u00e0 l\u2019exp\u00e9rimentation et il nous semble que les restrictions en mati\u00e8re d\u2019utilisation d\u2019essences exotiques nouvelles devraient \u00eatre moindres ici que dans les for\u00eats anciennes sub-naturelles.<\/p>\n\n\n\n<p>Ainsi, dans les for\u00eats r\u00e9centes, r\u00e9sineuses ou feuillues, le renouvellement des peuplements, et particuli\u00e8rement lorsque la transformation (changement d\u2019essence) fait suite \u00e0 un probl\u00e8me sanitaire, devrait pouvoir s\u2019appuyer sur toute la gamme des introductions, moyennant quelques pr\u00e9cautions sp\u00e9cifiques :<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>utiliser des provenances m\u00e9ridionales d\u2019essences indig\u00e8nes ou exotiques d\u00e9j\u00e0 pr\u00e9sentes au Fichier \u00e9cologique des essences (ex.: Douglas d\u2019origine californienne<sup>5<\/sup>)\u2009;<\/li>\n\n\n\n<li>utiliser des essences m\u00e9ridionales proches biologiquement d\u2019essences indig\u00e8nes (ex.: ch\u00eane de Hongrie vis-\u00e0-vis du ch\u00eane p\u00e9doncul\u00e9) ou d\u2019essences exotiques pr\u00e9sentes au Fichier \u00e9cologique des essences (ex. : sapins m\u00e9diterran\u00e9ens vis-\u00e0-vis du sapin pectin\u00e9 et\/ou du sapin de Vancouver)\u2009;<\/li>\n\n\n\n<li>utiliser des essences nouvelles, notamment des essences r\u00e9sineuses d\u2019origine am\u00e9ricaine, nord-africaine ou asiatique, mais tri\u00e9es sur le volet et uniquement sur de petites surfaces. Ces plantations doivent se faire \u00e0 titre exp\u00e9rimental et de mani\u00e8re tr\u00e8s contr\u00f4l\u00e9e (voir \u00e9galement ci-apr\u00e8s).<\/li>\n\n\n\n<li>respecter toutes les l\u00e9gislations en la mati\u00e8re, notamment en termes de surface d\u2019installation comme le mentionne l\u2019article 40 du code forestier<sup>6<\/sup>.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>En termes de sch\u00e9ma d\u2019implantation, on peut bien s\u00fbr proc\u00e9der, comme dans les for\u00eats anciennes sub-naturelles, par enrichissement ponctuel de la r\u00e9g\u00e9n\u00e9ration naturelle. Toutefois, des plantations en plein de ces nouvelles essences, \u00e9ventuellement en m\u00e9lange avec d\u2019autres aux traits fonctionnels compl\u00e9mentaires, constituent une bonne option (\u00eelots d\u2019avenir au sens de la <a href=\"https:\/\/foretmosaique.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Mosaikwald<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"translation-block\">Bei Versuchen mit neuen Baumarten, die aus anderen Kontinenten stammen, ist vor einem gro\u00dffl\u00e4chigen Einsatz eine gr\u00fcndliche Bewertung (im Vorfeld der Versuche und w\u00e4hrend der Versuche) erforderlich. Im Rahmen von <em>Trees for Future<\/em> wurden auf der Grundlage der verf\u00fcgbaren Literatur und der in den historischen Arboreten gesammelten Erfahrungen mehrere anf\u00e4nglich potenziell vielversprechende Baumarten verworfen. Hierzu z\u00e4hlen beispielsweise die Mandschurische Esche, die potenziell invasiv ist und das Chalarose-Virus gesund in sich tr\u00e4gt, oder die Lawson-Zypresse, deren potenziell invasiver Charakter erst k\u00fcrzlich<sup>7<\/sup> nachgewiesen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Les essences s\u00e9lectionn\u00e9es qui auraient pass\u00e9 ces premi\u00e8res v\u00e9rifications mais qui se r\u00e9v\u00e8leraient malgr\u00e9 tout invasives, au sein ou \u00e0 partir de la parcelle test, doivent naturellement \u00eatre abandonn\u00e9es et la parcelle d\u00e9truite.<\/p>\n\n\n\n<p>L\u2019importance en superficie de ces essais de nouvelles essences devrait s\u2019amplifier dans les prochaines ann\u00e9es. Ainsi, en France, o\u00f9 il existe une politique volontariste d\u2019installation d\u2019\u00eelots d\u2019avenir en for\u00eat publique, l\u2019objectif \u00e0 20 ans est d\u2019atteindre une couverture foresti\u00e8re de ceux-ci \u00e9gale \u00e0 0,5% de la superficie totale des for\u00eats. En France, la superficie pour ces \u00eelots est de l\u2019ordre de deux hectares, elle est limit\u00e9e \u00e0 0,5 hectare en Wallonie.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Schlussfolgerung<\/h2>\n\n\n\n<p>La migration assist\u00e9e de provenances et d\u2019essences d\u2019origine m\u00e9ridionale et l\u2019introduction d\u2019essences originaires d\u2019autres continents sont des strat\u00e9gies d\u2019adaptation des for\u00eats aux changements climatiques parmi d\u2019autres. Elles viennent en compl\u00e9ment de m\u00e9thodes comme le recours accru \u00e0 la r\u00e9g\u00e9n\u00e9ration naturelle, la sylviculture dynamique, le respect des sols ou la sylviculture m\u00e9lang\u00e9e \u00e0 couvert continu\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Si on ne peut exclure raisonnablement tout risque d\u2019invasion ou d\u2019impact n\u00e9gatif sur le fonctionnement des \u00e9cosyst\u00e8mes li\u00e9s \u00e0 ces introductions, l\u2019approche propos\u00e9e par la SRFB dans cet article minimise autant que possible ces risques. Elle a le m\u00e9rite de proposer une piste pour l\u2019adaptation des for\u00eats aux changements climatiques en vue de maintenir des \u00e9cosyst\u00e8mes en bon \u00e9tat de fonctionnement. En cette mati\u00e8re, il est, selon nous, plus risqu\u00e9 de continuer la gestion \u00ab\u2009comme d\u2019habitude\u2009\u00bb plut\u00f4t que d\u2019exp\u00e9rimenter l\u2019enrichissement de la for\u00eat avec de nouvelles essences et nouvelles m\u00e9thodes.<\/p>\n\n\n\n<p>La mission des forestiers d\u2019aujourd\u2019hui n\u2019est plus de maintenir prioritairement l\u2019int\u00e9grit\u00e9 des associations foresti\u00e8res typiques (la h\u00eatraie \u00e0 luzule par exemple) mais avant tout de maintenir la structure et le fonctionnement de nos for\u00eats. En cons\u00e9quence, elles pourront continuer d&rsquo;exister et d&rsquo;assurer l\u2019essentiel de leurs fonctions sociales, environnementales et \u00e9conomiques.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c0 propos des introductions de nouvelles essences ou provenances, <strong>la SRFB consid\u00e8re trois cat\u00e9gories d\u2019essences\/provenances nouvelles avec chacune son niveau de risques associ\u00e9s et sa strat\u00e9gie de d\u00e9ploiement<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Provenances m\u00e9ridionales d\u2019essences indig\u00e8nes : risques n\u00e9gligeables (exemple : ch\u00eane sessile du Sud de la France). Elles devraient pouvoir \u00eatre utilis\u00e9es en enrichissement de plantations et de r\u00e9g\u00e9n\u00e9rations naturelles de provenances locales de m\u00eame esp\u00e8ce dans toutes les situations, y compris en for\u00eats anciennes sub-naturelles. Elles augmenteraient ainsi la diversit\u00e9 g\u00e9n\u00e9tique globale du futur peuplement.<\/li>\n\n\n\n<li>Essences europ\u00e9ennes d\u2019origine m\u00e9ridionale : risque faible (exemple : ch\u00eane pubescent, pin maritime\u2026). Ces essences sont biologiquement proches de nos essences indig\u00e8nes (certaines peuvent m\u00eame s\u2019hybrider avec elles), leur potentiel biologique est similaire et le risque d\u2019invasion tr\u00e8s limit\u00e9. L\u2019introduction de ces essences en enrichissement est peu risqu\u00e9e et devrait \u00eatre favoris\u00e9e, y compris pour la diversification des for\u00eats anciennes sub-naturelles si les essences indig\u00e8nes en place sont en limite de station.<\/li>\n\n\n\n<li>Essences originaires d\u2019autres continents : risque potentiel plus \u00e9lev\u00e9 (entre autres son caract\u00e8re invasif) et potentiel biologique plus faible (pas d\u2019historique de coexistence avec la faune et la flore indig\u00e8nes). La SRFB recommande de ne pas introduire ces essences en for\u00eat ancienne sub-naturelle et de les r\u00e9server \u00e0 des reboisements de for\u00eats r\u00e9centes, id\u00e9alement en m\u00e9lange. Pour les essences nouvelles non encore test\u00e9es en milieu forestier en Belgique ou en r\u00e9gions voisines, les plantations sont \u00e0 r\u00e9aliser dans le cadre d\u2019essais bien cadr\u00e9s (par exemple <em><a href=\"https:\/\/treesforfuture.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Trees for Future<\/a><\/em>). Les parcelles seront bien identifi\u00e9es afin de surveiller leur comportement sur le long terme, avant un \u00e9ventuel d\u00e9ploiement plus important et, le cas \u00e9ch\u00e9ant, de pouvoir les d\u00e9truire facilement.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>En conclusion, ce sont bien le savoir-faire forestier et les connaissances scientifiques qui font toute la diff\u00e9rence entre l\u2019audace et l\u2019inconscience lors de l\u2019introduction de nouvelles essences ou provenances en r\u00e9ponse aux changements climatiques. Nous vivons une p\u00e9riode de fortes incertitudes et il nous semble important d\u2019ouvrir le champ des possibles, de savoir se remettre en question et prendre des risques mesur\u00e9s. Dans cette optique, nous plaidons pour une combinaison des strat\u00e9gies plut\u00f4t que leur opposition, pour la nuance plut\u00f4t que le dogmatisme. Les nouvelles essences\/provenances ont leur place dans une approche globale de l\u2019adaptation de nos for\u00eats aux changements climatiques, pour peu qu\u2019elles soient utilis\u00e9es en toute conscience des risques et b\u00e9n\u00e9fices potentiels.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-border-color has-vert-fonce-color-border-color is-layout-constrained wp-container-core-group-is-layout-db32e940 wp-block-group-is-layout-constrained\" style=\"padding-top:var(--wp--preset--spacing--60);padding-right:var(--wp--preset--spacing--60);padding-bottom:var(--wp--preset--spacing--60);padding-left:var(--wp--preset--spacing--60)\">\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Projet Klimaatbomen<\/h2>\n\n\n\n<p>Fin 2022, l\u2019ANB (Agentschap voor Natuur en Bos), l\u2019administration foresti\u00e8re flamande, a publi\u00e9 un appel \u00e0 projet intitul\u00e9 \u00ab\u2009Opmaak van een lijst en begeleidend document met aangepaste boomsoorten en herkomsten voor Vlaanderen in functie van klimaatsverandering\u2009\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p>Celui-ci visait \u00e0 mandater un ou plusieurs organismes pour r\u00e9aliser une recherche \u00e0 propos de l\u2019adaptation des for\u00eats flamandes aux changements climatiques et constituer une liste d\u2019essences et de provenances (indig\u00e8nes et exotiques) aptes \u00e0 assurer la continuit\u00e9 du couvert forestier et de ses multiples fonctions.<\/p>\n\n\n\n<p>La SRFB a r\u00e9pondu \u00e0 cet appel avec l\u2019\u00e9quipe du professeur Bart Muys de la KULeuven et le Bosgroep Zuyd Nederland (Pays-Bas). C\u2019est notre consortium qui a remport\u00e9 le march\u00e9. L\u2019approche originale que nous proposions a, en effet, retenu l\u2019attention du jury.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"translation-block\">Der von den Partnern entwickelte Ansatz ist insofern innovativ, als er auf dem Konzept der funktionalen Merkmale (im Sinne von Christian Messier) beruht. Die vorgeschlagene Liste von Baumarten und Herk\u00fcnften wird Arten enthalten, die funktionale Merkmale aufweisen, die heute fehlen oder die in bestimmten Wald\u00f6kosystemen potenziell verschwinden werden, da sie heute mit Baumarten verbunden sind, die empfindlich auf den Klimawandel reagieren. Innerhalb des Projekts wird die KULeuven den rein wissenschaftlichen Teil \u00fcbernehmen und die Klimamodelle und Datenbanken mit funktionellen Merkmalen analysieren. Die Bosgroep wird niederl\u00e4ndische und deutsche Experten konsultieren, w\u00e4hrend die SRFB die Aufgabe hat, die Erfahrungen von belgischen und franz\u00f6sischen Experten zusammenzutragen. Sie wird bei dieser Gelegenheit auch eine gr\u00fcndliche Analyse der Daten durchf\u00fchren, die in ihrem Arboreta-Netzwerk von <em><a href=\"https:\/\/treesforfuture.be\/nl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Trees for Future<\/a><\/em> gesammelt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ce projet a d\u00e9but\u00e9 en d\u00e9cembre 2022 pour une dur\u00e9e de 1 an. Nous vous le pr\u00e9senterons plus en d\u00e9tails dans un prochain num\u00e9ro du <em><a href=\"https:\/\/staging.srfb.be\/de\/informations-sur-les-forets\/silva-belgica\/\">Silva belgica<\/a><\/em>.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-small-font-size is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\" style=\"margin-top:var(--wp--preset--spacing--70);margin-bottom:var(--wp--preset--spacing--70);font-style:italic;font-weight:400\">\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-grey-color-color has-alpha-channel-opacity has-grey-color-background-color has-background\"\/>\n\n\n\n<p style=\"margin-bottom:0\">\u00c9crit par<\/p>\n\n\n\n<ol style=\"margin-top:0\" class=\"wp-block-list\">\n<li>Nicolas Dassonville : Responsable de Trees for Future \u00e0 la Soci\u00e9t\u00e9 Royale Foresti\u00e8re de Belgique<\/li>\n\n\n\n<li>Pascaline Leruth : Charg\u00e9e de communication &amp; Forest Friends \u00e0 la Soci\u00e9t\u00e9 Royale Foresti\u00e8re de Belgique<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p style=\"margin-bottom:0\">L\u00e9gende<\/p>\n\n\n\n<ol style=\"margin-top:0\" class=\"wp-block-list\">\n<li>D\u00e9finitions extraites de \u00ab\u2009Vocabulaire forestier. \u00c9cologie, gestion et conservation des espaces verts\u2009\u00bb, Christian Gauberville, Yves Bastien &#8211; CNPF-IDF \u2013 2011.<\/li>\n\n\n\n<li>Voir : \u00ab\u2009Le changement climatique et ses impacts sur les for\u00eats wallonnes. Recommandations aux d\u00e9cideurs, propri\u00e9taires et gestionnaires\u2009\u00bb. Document t\u00e9l\u00e9chargeable sur <a href=\"http:\/\/biodiversite.wallonie.be\/servlet\/Repository\/changements-climatiques-brochure-recommandations-2017.pdf?ID=38830\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">http:\/\/biodiversite.wallonie.be\/servlet\/Repository\/changements-climatiques-brochure-recommandations-2017.pdf?ID=38830<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Keane &amp; Crawley. Exotic plant invasions and the enemy release hypothesis. Trends in Ecology and Evolution. 2002;17:164\u2013170.<\/li>\n\n\n\n<li>Il n\u2019est pas rare, par exemple, que le ch\u00eane p\u00e9doncul\u00e9 ait \u00e9t\u00e9 favoris\u00e9 \u00e0 tort sur des stations o\u00f9 son alimentation en eau n\u2019est pas satisfaisante, ce qui explique en partie, les d\u00e9p\u00e9rissements de ch\u00eanes observ\u00e9s aujourd\u2019hui.<\/li>\n\n\n\n<li>Les Douglas belges sont originaires de l\u2019\u00e9tat de Washington.<\/li>\n\n\n\n<li>Art. 40 : \u00ab\u2009A l&rsquo;exception des r\u00e9g\u00e9n\u00e9rations artificielles le long d&rsquo;all\u00e9es ou sur des surfaces inf\u00e9rieures \u00e0 cinquante ares d&rsquo;un seul tenant par tranche de cinq hectares de bois et for\u00eats d&rsquo;un m\u00eame propri\u00e9taire, toute r\u00e9g\u00e9n\u00e9ration artificielle au moyen d&rsquo;essences qui ne sont pas en conditions optimales ou tol\u00e9r\u00e9es, selon le Fichier \u00e9cologique des essences \u00e9dit\u00e9 par le Gouvernement, est interdite, sauf d\u00e9rogation arr\u00eat\u00e9e par le Gouvernement.\u2009\u00bb<\/li>\n\n\n\n<li>Fanal A., Mahy G., Monty A. &amp; Fayolle A. (2021) Les conif\u00e8res exotiques en for\u00eat wallonne : \u00e9tat des lieux dans les arboretums forestiers. For\u00eat.Nature 161 : 41-48<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Introduire de nouvelles essences et provenances en r\u00e9ponse aux changements climatiques : audace ou inconscience ? Position de la Soci\u00e9t\u00e9 Royale Foresti\u00e8re de Belgique pour la for\u00eat future Non, les forestiers ne veulent pas transformer nos for\u00eats en une plantation g\u00e9n\u00e9ralis\u00e9e d\u2019eucalyptus avec pour seule vision la production de bois\u2009! Ce que nous voulons, c\u2019est [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":18,"featured_media":39345,"parent":7906,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"iawp_total_views":294,"footnotes":""},"category":[],"class_list":["post-39357","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/staging.srfb.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/39357","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/staging.srfb.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/staging.srfb.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.srfb.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/18"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.srfb.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=39357"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/staging.srfb.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/39357\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":39638,"href":"https:\/\/staging.srfb.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/39357\/revisions\/39638"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.srfb.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/7906"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.srfb.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/39345"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/staging.srfb.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=39357"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.srfb.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category?post=39357"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}